32-bit System ?

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Eroberer
Hallo;o)

Mich würde interessieren, was mit den 32 bit gemeint ist, wenn man von einem 32 bit system redet.
ist damit die speicheradresssierung gemeint?
wer kann mir da helfen und vielleicht n paar links nennen, wo ich ich das etwas ausführlicher nachlesen kann?
vielen dank;O)
 
Der System-Bus

Der System-Bus verbindet CPU und RAM und oft auch einen Puffer-Speicher (den L2-Cache).

Der System-Bus befindet sich auf dem Motherboard. Die anderen Busse zweigen von ihm ab. Er ist für einen bestimmten CPU-Typ gebaut. Das Innenleben des Prozessors bestimmt die Anforderungen an den System-Bus. Es wurde viel an der Beschleunigung des "Verkehrs" auf dem Motherboard gearbeitet. Je schneller der Bus ist, desto schneller muss auch der Rest der Elektronik um den Bus herum arbeiten.

Die folgende Tabelle zeigt verschiedene CPUs und ihren System-Bus:

Ältere CPUs Breite des System-Bus Geschwindigkeit des System-Bus
8088 8 bit - 4.77 MHz
8086 16 bit - 4.77 MHz
80286 16 bit - 12 MHz
80386SX 16 bit - 16 MHz
80386DX 32 bit - 25 MHz

Man sieht, dass die Geschwindigkeit des System-Bus der der CPU folgt. Erst in der vierten Generation von CPUs benutzt man eine Verdopplung der Taktfrequenz, so dass die CPU eine höhere interne Taktfrequenz (und damit Geschwindigkeit) hat. Die externe Taktrate, die im System-Bus benutzt wird, ist also nur halb so gross wie die interne Frequenz des Prozessors:

CPUs in der 80486er Reihe Breite des System-Bus Geschwindigkeit System-Bus
80486SX-25 32 bit 25 MHz
80486DX-33 32 bi 33 MHz
80486DX2-50 32 bit 25 MHz
80486DX-50 32 bit 50 MHz
80486DX2-66 32 bit 33 MHz
80486DX4-120 32 bit 40 MHz
5X86-133 32 bit 33 MHz



100 MHz-Bus
Die Geschwindigkeit des System-Bus wurde 1998 erhöht. Mittels PC100 SDRAM kann man den System-Bus mit 100 MHz betreiben und bald werden durch RDRAM noch höhere Geschwindigkeiten möglich.

Allerdings hat die Steigerung von 66 auf 100 MHz eine entscheidende Auswirkung auf Socket 7 - Motherboards und Prozessoren: In diesen Pentium-2-Systemen gehen 70 bis 80 Prozent des Datenverkehrs durch das SEC-Modul, in dem sich L1 und L2-Cache befinden. Dieses Modul hat seine eigene vom System-Bus unabhängige Geschwindigkeit.

Mit dem K6-Prozessor wird ein System durch die Erhöhung der Bus-Geschwindigkeit insgesamt entscheidend schneller, da der Datenstrom zwischen L1 und L2-Cahce über den System- Bus geht.

Intel benutzt den JX Chipsatz mit seinem Pentium III, so dass der System-Bus mit bis zu 133 MHz läuft. AMD ändert die System-Architektur beim K7-Prozessor. Er wird keinen System-Bus im bisherigen Sinn mehr benutzen.

Prozessor Chipsatz Geschwindigkeit des System-Bus CPU-Geschwindigkeit
Intel Pentium II 82440BX82440GX 100 MHz 350, 400, 450 MHz
AMD K6-2 Via MVP3ALi Aladdin V 100MHz 250, 300, 400 MHz
Intel Pentium Xeon 82450NX 100 MHz 450, 500 MHz
Intel Pentium III 82440JX 133 MHz 533, 665 MHz
AMD K7 ? 200 MHz 600, 800 MHz
 
Zuletzt bearbeitet:
Tach auch!

Und ich dachte die heißen 32 bit weil deren Register 32 bit lang sind und 64 weil ..., was ja eigentlich unabhänging vom Systembus wäre?!

hang lost
 
Zum Betriebssystem :

ein kleines Beispiel :

Bedeutung:
32-bit Betriebssystem der Firma IBM. OS/2
Begriff:
Abkürzung für engl. »Operating System 2«
Erläuterung:
Die Version OS/2 1.0 kam im November 1987 als gemeinsames Projekt von IBM und Microsoft auf den Markt und hiess offiziell OS/2 NT. OS/2 war zunächst ein 16-Bit-Betriebssystem. OS/2 konnte 16 MByte real adressieren, und Programme konnten auf einen virtuellen Speicher von 512 MByte zugreifen.
Im Juli 1990 veröffentlichte Microsoft Windows 3.0. Im Dezember 1990 beendete MS die gemeinschaftlichen Entwicklung mit IBM. Die erste 32-Bit-Version, OS/2 2.0, kam im April 1992. Sie bot Windows-Unterstützung und lief auf Prozessoren ab dem Intel 80386. Fast alle DOS- und Windows-Programme laufen im echten Multitasking - und sogar stabiler als auf dem originalen System. Das Betriebssystem erlaubte mehrere virtuelle DOS-Maschinen, und Speichersegmente waren bis 4 GByte linear adressierbar.
Für OS/2 Warp 3 im September 1994 rührte IBM weltweit die Werbetrommel. Es gab ein verbessertes und vereinfachtes Installationsprogramm mit automatischer Hardware-Erkennung. Die Programmiersprache ReXX war nun integrierter Bestandteil des Systems. Ein mitgeliefertes Bonus-Pack enthielt Person to Person, ein Netz für acht Anwender sowie Internet- und Fax-Software. Nach der teuren Werbekampagne, die von IBM zumindest in Europa als erfolgreich bezeichnet wurde, beendete IBM 1995 die Entwicklung von OS/2 und überliess Windows den Massenmarkt.
 
hi

obda hat da ganz recht. Das bezieht sich in erster Linie auf den Prozessor !!
In der CPU gibt es mehrere (mittlerweile unzählige) Register, die alle befehle von bestimmter Länge speichern können. (z.B das AX register, in dem Einige Rechenoperationen stattfinden).
Diese Länge hat sich halt in der Zeit entwickelt ... 8 bit, 16 bit, 32 bit...
Die neuen Prozessoren können also längere befehlsketten Puffern, also verarbeiten, was sie wiederum auch schneller mit.
Was hat das OS damit zu tun .. ganz klar .. irgendwer muss ja der CPU sagen, was geht ;)
ein 32-Bit OS bedeutet also, dass es mit eben dieser Länge arbeitet... Im detail ruft ein Betriebssystem für jede Funktion gewisse Interrupts (nicht mit der Hardwaresache verwechseln) auf, aber darauf will ich hier nicht weiter eingehen.
hmmm... reicht das als erklärung??
 
Die Reihenfolge bleibt aber immer die
gleiche

1. Prozessor
2. Betriebssystem
3. Anwendungen

PC CPUs Jahr Anzahl Transistoren
1. Generation 8086 und 8088 1978-81 29.000
2. Generation 80286 1984 134.000
3. Generation 80386DX und 80386SX 1987-88 275.000
4. Generation 80486SX, 80486DX, 1990-92 1.200.000
80486DX2 und 80486DX4
5. Generation Pentium 1993-95 3.100.000
Cyrix 6X86 1996 --------------
AMD K5 1996 --------------
IDT WinChip C6 1997 3.500.000
Verbesserte 5. Generation Pentium MMX 1997 4.500.000
IBM/Cyrix 6x86MX 1997 6.000.000
IDT WinChip2 3D 1998 6.000.000
6. Generation Pentium Pro 1995 5.500.000
AMD K6 1997 8.800.000
Pentium II 1997 7.500.000
AMD K6-2 1998 9.300.000
Verbesserte 6. Generation Pentium III 1999 x.xxx.xxx
AMD K6-3 1999 x.xxx.xxx
7. Generation AMD K7 Athlon 1999/2000 22.000.000


32-bit-Betriebssystem

Jeder PC benötigt ein Betriebssystem (z.B. Linux), das dem Computer sagt, wie er mit den Daten umgehen soll. Computer rechnen dabei im Binärsystem, das heisst ein Bit kann nur die Zustände 1 oder 0 annehmen. 32 bit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Betriebssystem eine 32-stellige Binärzahl als Speicheradresse benutzt; der Zahlenraum reicht also bis 2 hoch 32 bzw. 4'294'967'296. Dadurch besteht die Möglichkeit, mehr Arbeitsspeicher zu nutzen, als bei einem 16- oder gar 8-bit-System. Der Prozessor kann eine Rechnung wie z.B. 2 x 100'000 in einem «Rutsch» durchführen. Im 16-bit-Modus müsste er sich einen Übertrag «merken» und in zwei Durchgängen multipliziere
 
Zuletzt bearbeitet:
erstmal vielen dank für die mühe...:]
jetzt muss ich doch mal nachhacken...
meine theorie war ursprünglich, das es einer der Busse vom Systembus sein müsste.. hm, also ich kenn einen Systembus als Adreßbus + Datenbus + Steuerbus.
Das mit den Registern erscheint im ersten Moment einleuchtend, aber wie erklärt sich die Tatsache, das dann Windows 95/98 ein 32 bit system, de facto aber ein 16 bit system ist. ?(
hmmm....
 
Das ganze läuft nach einer Zeitscheibe ab,
jede Tätigkeit erhält eine fest vorgegebene
Zeit, ist diese abgelaufen bekommt das
nächste Programm die Zeit zugeteilt usw, usw ..

Multitasking: bedeutet, dass mehrere Programme quasi gleichzeitig arbeiten können. Quasi gleichzeitig deswegen, weil meistens nur ein Prozessor zur Verfügung steht, der natürlich nur ein Programm zur selben Zeit abarbeiten kann. Um dieses Problem zu lösen, gibt es zwei Ansätze: Kooperatives Multitasking und Preemptives Multitasking.


Kooperatives Multitasking:
War die Bezeichnung für die erste Realisierung von Multitasking unter Windows. Hierbei wurde das multitasking jedoch nicht vom Betriebssystem verwaltet, sondern Windows war darauf angewiesen, dass sich die einzelnen Programme an ganz bestimmt Konventionen halten. Die Programme konnten selber bestimmen, wie lange sie den Prozessor nutzen wollten. Nach Ablauf dieser Zeit wurde der Prozessor für andere Programme freigegeben. Der Nachteil war natürlich, dass, wenn ein solches Programm abstürzte, der ganze Prozessor blockiert war und Windows keine Möglichkeit hatte, diesen Konflikt zu lösen. Ein Neustart war die Folge, mit einem möglichen Datenverlust. Kooperatives Multitasking wird auch als non-preemptives Multitasking bezeichnen.

Preemptives Multitasking:
Wird inzwischen von den meisten modernen Betriebssystemen genutzt. Hierbei wird das Multitasking vom Betriebssystem verwaltet. Das Betriebssystem bestimmt, wann welches Programm wieviel Rechenzeit bekommt. Ist die zugewiesene Zeit abgelaufen, wird dem Programm der Zugriff auf den Prozessor entzogen und das nächste Programm bekommt den Zugriff. Hierdurch ist völlig unmöglich, dass die Programme selber bestimmen, wann sie den Zugriff auf den Prozessor abgeben. Ein wesentlicher Vorteil ist der, dass ein abgestürztes Programm den Prozessor nicht blockiert und damit das ganze System wesentlich stabiler läuft und abgestürzte Programme keinen Einfluss mehr auf andere Programme haben.
 
also....

ich weiss nur das dass mit den registern so stimmt ;)
aber irgendwie hast du mich jetzt mit dem "Ein 32Bit system ist, de facto aber ein 16 Bit system" ein bissel verwirrt ..
was genau meinst du denn jettz damit , auf was beziehst du dich?
 
hmm,

also die Angabe gibt an wieviele Datenbits maximal auf einmal zu verarbeiten sind. DArum auch zB. diese 16/32 Bitter Zwitter, sie haben nur einen 16 Bit breiten Bus aber 32 Bit können sie verarbeiten, also muss der Bus zwei Takte Infos bringen und dann erst rechnet die CPU. Normalerweise ist aber die Datenbusbreite mit der Bitangabe identisch, ebenso wie die Breite der meisten Register, zb. Flagregister. Dies muss aber nicht so sein, auch die CPUs bis PIII hatten und haben Register die nur 16 Bit Breit sind weil mehr Bits keinen Sinn machen würden.
 
hi

also JoelH, ich weiss jetzt nicht wo du das alles her hast, oder ob ich da falsch liege ... aber von nem Bus in diesem Zusammenhang zu reden ... ob das so stimmt. Und mehr als 16 Bit Register sind durchaus sinnvoll ... weil man so wesentlich längere speicherworte verarbeiten kann ... das macht alles mögliche schneller ;)
Das 32-Bit bei nem OS bezieht sich auch zudem noch auf die Speicheradressen, d.h. dass man 4GB ansprechen kann ....

Ich glaube das mit dem 16 Bit bei Win98 bezieht sich darauf, dass es ja noch auf Dos basiert, da werden wohl noch Teile des Systems auf 16 Bit basis arbeiten, ka welche.
 
Re: hi

Original geschrieben von MTS
also JoelH, ich weiss jetzt nicht wo du das alles her hast, oder ob ich da falsch liege ... aber von nem Bus in diesem Zusammenhang zu reden ... ob das so stimmt.
Natürlich macht es Sinn, denn der Datenbus ist eben 32 Bit breit, seit dem 386er, vorher war er nur 16 Bit breit. Was ja auch Sinn machte weil die CPU nur eine 16 Bit CPU war. Allerdings hast du natürlich Recht wenn du sagst dass die 32Bit nicht auf den Datenbus zurück zu führen sind sondern umgekehrt,der Datenbus ist logischerweisse so breit weil die CPU eben 32 Bit paralell verarbeiten kann. Darum ja auch 32Bit CPU ;)
Original geschrieben von MTS

Und mehr als 16 Bit Register sind durchaus sinnvoll ... weil man so wesentlich längere speicherworte verarbeiten kann ... das macht alles mögliche schneller ;)
Das 32-Bit bei nem OS bezieht sich auch zudem noch auf die Speicheradressen, d.h. dass man 4GB ansprechen kann ....
Da liegst du leider Falsch, da der sich die pysikalischen Adressen über eine Segmentadresse und eine offsetadresse ermitteln, weil der ursprungs Adressbus nur 20 Bit breit war und die ganzen Intelcpus aufswärtskompatibel sind. Darum brauchen die Register nicht so breit zu sein.

Original geschrieben von MTS


Ich glaube das mit dem 16 Bit bei Win98 bezieht sich darauf, dass es ja noch auf Dos basiert, da werden wohl noch Teile des Systems auf 16 Bit basis arbeiten, ka welche.

IMHO geht es hier um dasselbe, ab WIn95 waren die M$ OSs nicht mehr auf 16Bit Rechnern lauffähig. DA kann ich mich aber auch irren, ich mein wer benutzt das schon !?
 
Natürlich macht es Sinn, denn der Datenbus ist eben 32 Bit breit, seit dem 386er, vorher war er nur 16 Bit breit. Was ja auch Sinn machte weil die CPU nur eine 16 Bit CPU war. Allerdings hast du natürlich Recht wenn du sagst dass die 32Bit nicht auf den Datenbus zurück zu führen sind sondern umgekehrt,der Datenbus ist logischerweisse so breit weil die CPU eben 32 Bit paralell verarbeiten kann. Darum ja auch 32Bit CPU

?( Der Datenbus hat damit nichts zu tun. Z.B. war beim der 8088 der Bus 8-Bit Breit. Aber die Register waren trotzdem 16-Bit breit. Ein Chiphersteller könnte auch sagen, ich mach den Bus 64-Bit breit um mehere Befehle in einen Zyklus abarbeiten zu können.. usw. Hat aber mit den Registern selber nicht zu tun.

Da liegst du leider Falsch, da der sich die pysikalischen Adressen über eine Segmentadresse und eine offsetadresse ermitteln, weil der ursprungs Adressbus nur 20 Bit breit war und die ganzen Intelcpus aufswärtskompatibel sind. Darum brauchen die Register nicht so breit zu sein.

Darum hat man ja einen neuen Betriebmodus (Protected Mode) geschaffen um alte Lasten los zu werden. Aber wie das jetzt adressiert wird, würde ein Buch fühlen. Also lassen wir das.
 
hmm,

Bunny du alter Assembler, vielleicht hast du doch recht :(
 
Die Geschichte des Computers

1971
Intels erster Mikroprozessor 4004 (4 Bit) in 10 Mikron Technologie erscheint. IBM präsentiert die erste Floppy Disk. Format : 8". Erste PROM's und EPROM's mit 256 Byte (2 Kilobit) Speicherkapazität erscheinen.

1972
Intels 8008, erster 8 Bit Mikroprozessor in 10 Mikron Technologie erscheint. Texas Instruments präsentiert den T1000, einen 4 Bit Prozessor mit 1 K ROM und 32 Bytes RAM. Er findet Anwendung in Taschenrechnern. Erste 5.25" Disks erscheinen. Atari wird gegründet und bringt das erste Videospiel auf den Markt: "Pong". 1 Kilobit RAM's erscheinen.

1973
Gary Kildall entwirft die erste Version von CP/M auf dem 8008. IBM erfindet die moderne Festplatte. Im Xerox Park wird die Alto Workstation mit Maus, grafischer Oberfläche und Smalltalk als objektorientierter Oberfläche entwickelt.

1974
Die ersten vollwertigen 8 Bitter 8080 (Intel), 6800 (Motorola) und 1802 (RCA) in 6 Mikron Technologie erscheinen. Gary Kildall entwickelt CP/M auf dem 8080 und verkauft die erste Kopie. C als Programmiersprache wird erfunden. Erste 4 Kilobit RAM's erscheinen.

1975
Der Altair 8800 erscheint als erster Mikrocomputer. Ihm folgen bald weitere Modelle wie von IMSAI. Bill Gates und Paul Allen portieren BASIC für den Altair 8800. Der Prozessor 6502 von MOS Technologies wird zum Kampfpreis von 25 $ angeboten.

1976
Der Prozessor Z80, der erste "kompatible" Chip erscheint (zum 8080). Er löst diesen bald ab. Intels Nachfolger 8085 wird zum Flop. Der erste 16 Bit Prozessor TMS 9900 erscheint. Apple Computer wird von Steve Wozniak und Steven Jobs gegründet. Der Apple I erscheint. Digital Research wird gegründet. Bill Gates beklagt in einem offenen Brief die Softwarepiraterie.

1977
Der Apple II, Tandy TRS-80 und Commodore PET erscheinen. Die ersten Computer die man einfach einschalten und dann programmieren konnte. Microsoft wird gegründet. Erste Grosslizenz von CP/M für 25.000 $ an IMSAI verkauft. Atari präsentiert das Video Computersystem, später umbenannt in VCS 2600. Erste 16 Kilobit RAM's erscheinen.

1978
Nach den Verzögerungen bei der Entwicklung des I432, des ersten 32 Bit Prozessors von Intel wird innerhalb von 3 Wochen der Intel 8086 entwickelt. Apple bringt eine 5.25" Diskettenstation zum Apple II heraus. "Space Invaders" erscheint. Epson bringt den MX-80 Matrixdrucker auf den Markt.

1979
Die ersten Anwendungsprogramme Wordstar (Textverarbeitung) und VisiCalc (Tabellenkalkulation) erscheinen. Die 16 Bit Prozessoren Z80000 und MC 68000 erscheinen. Der Ti 99/4 Computer mit dem Prozessor TMS 9900 wird als erster 16 Bit Heimrechner auf den Markt gebracht. Konkurrenten auf dem Heimcomputermarkt sind Atari 400 und 800. Das erste Modem von Hayes für den Apple erscheint : Es arbeitet mit 100 und 300 Baud.

1980
Nach gescheiterten Gesprächen mit Digital Research beauftragt IBM Microsoft mit der Entwicklung eines Betriebssystems für den IBM PC. Microsoft kauft eine in 2 Monaten programmierte Kopie von CP/M namens Q-DOS auf und verkauft sie als PC-DOS/MS-DOS weiter. Seagate's erste 5.25" Harddisk erscheint. Der Apple III und Intel 432 werden zum Flop. Der ZX-80 ist der erste Computer unter 500 Mark. 64 Kilobit RAM's erscheinen.

1981
Der IBM PC erscheint. Mit DBASE II erscheint die erste vollwertige Datenbank. Die erste 5 MB Festplatte für den Apple erscheint. Der ZX-81 als Nachfolger des ZX-80 kommt mit nur 5 Chips aus. Der VC-20 von Commodore erscheint. Der Osborne 1 ist der erste "schleppbare" Computer, der auch an einer Autobatterie betrieben werden kann.

1982
Die ersten IBM Kompatiblen erscheinen. Der populärste kommt von Compaq : Der Compaq Portable. Mit dem C-64 von Commodore beginnt ein gnadenloser Preiskrieg. Erste Notebook Computer wie der HX-20 von Epson erscheinen. AMD und Intel unterzeichnen ein Abkommen über Lizenzfertigung von x86 Prozessoren auf Druck von IBM die unabhängig von einem Lieferant sein wollen. Zahlreiche Hersteller bieten IBM PC Kompatible mit Z80 Prozessoren an um neben der MS-DOS Software noch CP/M fahren zu können. Mit dem 80286 Prozessor wird ein vollwertiger, schneller 16 Bitter vorgestellt.

1983
Apple stellt die LISA vor, den ersten PC mit grafischer Benutzeroberfläche, die LISA ist aber mit Preisen von 15-20.000 DM zu teuer. Mit Lotus 1-2-3 erscheint die erste brauchbare Tabellenkalkulation für MS-DOS. Turbo Pascal erscheint und wird zur populärsten Programmiersprache neben Basic. Im November kündigt Microsoft Windows 1.0 an, im April MS Word. C++ wird entwickelt und Sony kündigt die 3.5" Disketten an. Texas Instruments zeiht sich nach Millionenverlusten im Heimcomputerkrieg vom Markt zurück. Der PC-XT mit 10 MB Festplattenlaufwerk erscheint. 256 Kilobit RAM's erscheinen.

1984
Apple stellt den Macintosh vor. Gegenüber der LISA ist der Mac erheblich billiger. Der Apple IIc setzt die 8 Bit Linie fort. Der IBM AT mit 80286 Prozessor erscheint. MS Word erscheint im September - 17 Monate nach der Ankündigung. Mit dem Armstrad CPC 464 erscheinen die letzten 8 Bit Heimcomputer. Der MSX Standard von Microsoft floppt zuerst in Japan, 1985 auch in Europa. Die Geräte kommen zu spät und sind zu teuer. Phillips kündigt das CD-ROM an. Mit dem 68020 erscheint der erste 32 Bit Prozessor für PC's.

1985
Atari stellt den ST vor, den ersten Heimcomputer mit 68000 Prozessor, wenig später erscheint der Amiga mit demselben Prozessor. Apple führt mit dem Laserwriter den ersten Laserdrucker ein. Er ist teurer als ein MAC und hat mehr Rechenleistung als dieser. Im November erscheint Windows 1.0 - 26 Monate nach der Ankündigung. Die lange Frist zwischen Ankündigung und Vorstellung eines unbrauchbaren Produktes bringen Microsoft den Ruf ein viele Demos zu verbreiten, die weder lieferbar sind noch etwas taugen. Steve Jobs verlässt Apple und gründet eine neue Firma NeXT.

1986
Der 80386 Prozessor wird vorgestellt. Im Oktober erscheint der erste PC mit diesem Prozessor - von Compaq nicht IBM. GEM erscheint als erste brauchbare grafische Benutzeroberfläche für den PC. Der MIPS 2000 erscheint als erster RISC Prozessor. Silicon Graphics setzt ihn in ihren Workstations ein und stellt die 68000 Linie ein. Der letzte Apple II, der Apple II GS erscheint.

1987
IBM führt die PS/2 Linie ein, die nicht kompatibel zum IBM PC ist und über einen patentierten Bus verfügt um Nachbauten zu verhindern. Die Abkehr vom Standard rächt sich - die Kompatiblen verkaufen sich besser. Windows 2.0 und die ersten Sun SPARC Workstations erscheinen. Der 68030 erscheint und die IBM PC Linie wird eingestellt. VGA und XGA Standard werden eingeführt. HP stellt den ersten Farbtintenstrahldrucker vor. 3.5" Diskettenlaufwerke halten Einzug in PC kompatible. 1 Megabit RAM's erscheinen.

1988
OS/2 wird von Microsoft und IBM vorgestellt. Windows 2.1 wird vorgestellt. Apple prozessiert gegen Microsoft wegen des geklauten Look and Feel von Windows. Turbo Pascal 4.5 erscheint als erste objektorientierte Programmiersprache für PC's.

1989
Der Intel 486 wird vorgestellt. Es erscheinen zuerst keine Rechner mit dem neuen Prozessor. Intel bewirbt eine 16 Bit Sparversion des 386 er Prozessor mit dem Slogan "3 ist mehr als 2" um den Kompatiblen Prozessoren von AMD & Co Marktanteile wegzunehmen. Die Soundblaster Karte erscheint. Der MC 68040 wird angekündigt.

1990
Windows 3.0 wird vorgestellt und verkauft sich als erste brauchbare Version sehr gut. Erste Ermittlungen gegen Microsoft wegen Monopolartiger Strukturen beginnen. IBM führt bei den Großrechnern die ersten POWER PC Chips ein. 4 Megabit RAM's erscheinen.

1991
Nach 2 Jahren Verzögerung erscheint der 68040. AMD's 386 Kompatibler erscheint und verkauft sich gut, während der 486 sich nur schleppend verkauft. Um dem AMD 386 Marktanteile wegzunehmen wird von Intel ein 486 er mit abgeschaltetem Coprozessor als 486 SX verkauft. Das Apple Powerbook erscheint und verkauft sich glänzend. Die erste Version von Linux wird im Internet veröffentlicht. HTML wird im CERN entwickelt

1992
Windows 3.1 erscheint mit OLE und TrueType Fonts. Die Verkäufe brechen alle Rekorde. Erste 486 er Clones und der VESA Local Bus erscheinen. Tintenstrahldrucker wie der Deskjet 500 überflügeln zum ersten Mal Matrixdrucker in den Verkaufszahlen. Laserdrucker rutschen unter die 2000 DM Grenze. OS/2 Version 2.0 erscheint, kann mit dem Verkaufserfolg von Windows mithalten. Der Alpha Chip erscheint und hängt 486 er um den Faktor 3-4 ab.

1993
IBM bringt mit OS/2 Version 2.1 eine Consumer Variante heraus die gegen Windows gerichtet ist und neben DOS auch Windows 3.1 Programme ausführen kann. Mangels eigener Software floppt das Projekt. Microsoft zieht sich aus der Zusammenarbeit mit IBM bei OS/2 zurück. Apple stellt die Fertigung des Apple II nach 15 Jahren ein und stellt von der 68000 Linie auf Power PC Chips um. Apple verliert den Prozess gegen Microsoft wegen Kopierens des Look and Feel. Die Speicherpreise steigen um das 4 Fache nach Explosion in einer Fabrik die das Gehäuse produziert. Erstmals verkaufen sich mehr 486 er als 386 er. Der Pentium wird vorgestellt.

1994
Microsoft kündigt im Mai Windows 4.0 an. OS/2 Warp 3.0 erscheint. Die letzten DOS Clones PC-DOS 7.0 und Novell DOS 7.0 erscheinen. Festplatten erreichen erstmals 1 Gigabyte. Delphi erscheint als objektorientiertes Pascal für Windows. Commodore geht in Konkurs. Der PCI Bus wird eingeführt.

1995
17 Monate nach Ankündigung erscheint Windows 95. Intel stellt den Pentium pro Prozessor vor - optimiert für 32 Bit Befehle, da man Microsofts Angaben geglaubt hat, das Windows 95 ein 32 Bit Betriebssystem sei. Alte 16 Bit Treiber bremsen den Pentium Pro aber unter das Niveaus eines Pentium aus. Ein Bug in der Fliesskommaeinheit des Pentium kostet Intel 200 Mill. $ und viel Prestige. Internet boomt. Microsoft gibt die Pläne für einen eigenen Online Kanal MSN nach Verlusten auf. Microsoft kauft die Rechte am Mosaic Browser auf und veröffentlicht ihn als Internet Explorer. Java erscheint als plattformübergreifende Sprache.

1996
Caldera kauft die Rechte an DR-DOS von Novell und legt Klage gegen Microsoft wegen Einbindung von Code in Windows ein, da dieser vortäuschte Windows liefe nicht unter DR-DOS. Förmliche Ermittlungen gegen Microsoft seitens des Justizministeriums werden unternommen. Intel stellt den Pentium MMX vor. Windows NT 4 erscheint, mit dieser Version wird die Unterstützung für andere Prozessoren als die x86 Familie (Ursprünglich auch MIPS, Alpha, Power PC und PA-RISC) eingestellt.

1997
Sun prozessiert gegen Microsoft, da Microsofts Compiler nur Java Code erzeugen der unter Windows läuft und damit den offenen Standard zu einem Firmenstandard macht. Intel stellt den Pentium II Prozessor vor. Die letzte Version von OS/2 mit integrierter Spracherkennung wird vorgestellt. Die Pentium Clones von AMD und Cyrix erscheinen. Steve Jobs übernimmt wieder das Ruder bei Apple und führt es wieder in die Gewinnzone.

1998
Als Reaktion auf den schleppenden Absatz von Pentium II Systemen und guten Verkäufen von AMD's K6 Serie wird der Celeron von Intel als Low End Produkt vorgestellt. Windows 98 enttäuscht durch nur moderate Veränderungen. Die Integration des Browsers in das Betriebssystem beschleunigt jedoch die Ermittlungen gegen Microsoft. Sun gewinnt den Prozess gegen Microsoft. Gegen eine Zahlung von 200 Millionen $ erklärt sich Steve Jobs bereit auf Äußerungen, das Windows das Look and Feel von Mac OS geklaut habe zu verzichten.

1999
Der Pentium III - ein modernisierter Pentium II wird vorgestellt. Der Athlon Prozessor erscheint und ist zum ersten hat AMD den schnellsten x86 Prozessor. Der Microsoft Prozess beginnt.

2000
Prozessoren überschreiten die 1 GHz Grenze, der Pentium 4 als Nachfolge der seit 1995 eingeführten Pentium Pro Architektur erscheint, benötigt jedoch sehr teure RAMBUS Speicher, wodurch AMD seinen Anteil an den PC Prozessoren auf über 20 % steigern kann. Grafikchips wie NVida's GeForce übertrumpfen hinsichtlich Leistung mittlerweile PC-Prozessoren - zu ebenso hohen Preisen. Windows 2000 und Windows ME als zwei Linien des professionellen und Consumer Windows nähern sich in den Eigenschaften an.

2001
Der PC feiert sein 20jähriges Jubiläum!
 
Entwicklung des PC

In den 70er Jahren setzte sich der Trend zu immer preiswerteren Computern durch den Einsatz der ICs weiter fort, und es vollzog sich eine Trennung in der Entwicklung neuerer Geräte, die vergleichbar ist mit der Entwicklung vom Ur-Benz zum VW-Golf (Personal-Computer [PC]) bzw. Ferrari (Groß- und "Super"-Computer).

inen Meilenstein in der Entwicklung zum heute bekannten PC bildet der erste Mikroprozessor, den INTEL 1971 vorstellt: die miniaturisierte Rechner-Zentraleinheit (CPU), deren Funktionen auf einem Siliziumplättchen konzentriert sind, verfügte über eine Datenbreite von vier Bit. Diesem Prozessor mit dem Namen "4004" folgten 1972 der 8008 und 1974 der 8080, der sich zum 8-bit-Industriestandard durchsetzte. 1975 stellten Mitentwickler des 8080, die inzwischen INTEL verlassen und die Firma Zilog gegründet hatten, einen verbesserten 8080-kompatiblen Prozessor - den Z80 - vor. Begleitet wurde diese Entwicklung von dem "Zusammenbasteln" der ersten Computer, die sich auch kleinere Geschäfte oder sogar Privatleute leisten konnten. Den Grundstein zu diesem inzwischen heiß umkämpften Milliardenmarkt legte 1975 die Firma MITS aus New Mexico mit dem Modell "Altair 8800", ein INTEL 8080-System, für 2000 Dollar (Bild links). Der Altair wurde ein Flop; denn kein Mensch interessierte sich für solch ein Produkt.

n Deutschland wurde 1978 mit dem PET 2001 von Commodore der erste Computer dieser Kategorie präsentiert. 1978 / 1979 brachte INTEL mit dem 8086 / 8088, einem 16-bit-Prozessor auf den Markt. Der 8088 war ein Zwitter, denn er entsprach nach außen hin noch einem 8-bit Prozessor (8-bit Datenbus), aber intern arbeitete er bereits mit 16-bit, was kürzere Berechnungszeiten und die Adressierung von mehr Arbeitsspeicher (RAM) ermöglichte. Der (ältere) 8086 war der erste echte 16-bit Prozessor (mit 16-bit breitem Datenbus), zu dem der heutige PENTIUM III-Prozessor in seinen Grundzügen immer noch kompatibel ist! Mit 29.000 besaß er 12 mal mehr Transistoren als sein Vorgänger mit 4004. Ziel der weiteren Entwicklung waren nicht nur leistungsfähigere Prozessoren, sondern auch kleinere Speicherchips. Eine wichtige Neuentwicklung des 1-Megabit-Chips im Juni 1986.

Der SIRIUS 1 war einer der ersten Computer, der mit der 16-bit Technologie von INTEL ausgestattet war. Dazu kam eine Hardwareumgebung, die damals (Anfang der 80er Jahre) ihresgleichen suchte. Der hochauflösende Bildschirm machte zum erstenmal Grafik im PC-Bereich sinnvoll, die Tastatur war professionell und umfangreich ausgelegt, durch die Entwicklung von Floppy- und Festplattenlaufwerke die, die Massenspeicherung von längeren Texten möglich machte.

Angestachelt durch den Erfolg der anderen Firmen stieg IBM 1981 in das PC-Geschäft ein und rollte den Markt mit Hilfe von Microsoft und Intel von hinten auf. Als IBM-Partner stieg Intel zum weltgrößten Chip-Produzenten im 20. Jahrhundert auf. Mit dem Einstieg der Firma IBM wurde der recht hohe Technologiestand des SIRIUS 1 umgeworfen. Kleiner Arbeitsspeicher, kleine und laute Floppylaufwerke (Speicherkapazität 360 KB beim IBM entgegen 1,2 MB beim SIRIUS), kleine Tastatur (weniger Tasten), fester Zeichensatz, fehlende Grafikmöglichkeit, die nur mit Erweiterungskarten geschaffen werden konnte, und einige andere Rückschritte wurden zum Industriestandard. IBM konnte es sich auch leisten, seinen PC mit dem biederen 8088 und langsamen 4,77 MHz Taktfrequenz auszustatten, anstatt durch den Einsatz des "rassigen" 8086 und einer höheren Taktfrequenz den Stand der Technik auszuschöpfen, wie es die italienische Firma Olivetti mit ihrem PC M24 oder asiatische IBM-Abgucker gemacht haben.

Weiterentwicklungen des 8086 brachten eine erweiterten Befehlssatz (80186) und erfüllen nun die Anforderungen neuer Betriebssysteme, die Multi-User und Multi-Tasking ermöglichen (80286 und Motorola 68000). Nach "PC" (Personal Computer) etablierte sich mit "AT" (advanced technology auf der Basis des 80286) - vorübergehend - eine neue Abkürzung auf dem Typenschild, nach der sich jeder Computer sehnte (siehe auch PC, Prozessor-Geschichte).

Ende der 80er Jahren ging die Entwicklung zwei parallele Wege, die sich aus heutiger Sicht aber durchaus verbinden lassen.

* Der erste Weg ist die logische und konsequente Weiterverfolgung der 4-8-16-bit Richtung mit dem Einsatz von 32-bit-Prozessoren. Während INTEL aber weiterhin auf die 80x86 Baureihe setzte (der 80386 wurde gerade in ersten Prototypen vorgestellt und der 80486 war in der Entwicklung) und wegen der "Rückwärts"-Kompatibilität Kompromisse eingehen mußte, lieferte Motorola schon seit längerer Zeit 32-bit Prozessoren: den 68000 als 16/32-bit-Prozessor oder den 68020 als echten 32-bit-Prozessor.
* Der zweite Weg verfolgt eine Idee, nach der eine vereinfachte Chiparchitektur schnellere Verarbeitungszeiten zuläßt. Die RISC-Technologie (RISC steht für "Reduced Instruction Set Computer") wurde in den siebziger Jahren von IBM-Technikern entwickelt, um besonders rechenintensive Applikationen besser unterstützen zu können. Während übliche Prozessoren wie die 80x86-Reihe mit einem Reservoir von Befehlen aufwarten (CISC), die in der Praxis jedoch nur selten im vollen Umfang genutzt werden (aber die Programmierung vereinfachen), besteht das RISC-Grundprinzip darin, daß der Befehlssatz des RISC-Prozessors auf die unbedingt notwendigen Kommandos beschränkt ist. Durch die, bezogen auf den praktischen Anwendungsgrad, sinkende Redundanz (Überreichlichkeit, Üppigkeit) werden die Dekodierzeiten während der Laufzeit deutlich verkürzt. Auf der anderen Seite müssen sich die Programmierer eines RISC-Systems hinsichtlich der Programmiertechnik umstellen, denn die bislang vom Prozessor gebotenen Funktionen müssen nun per Programm emuliert werden. Weitere Geschwindigkeitssteigerungen erreichte man durch kürzere Signallaufzeiten, da der Chip auf Grund des geringeren Befehlsunfangs kleiner ist, und das Rechnen im Pipelining. IBMs erster RISC-Computer wurde auf der CeBIT 1986 als IBM RT vorgestellt worden. IBM sah die Anwendungsmöglichkeiten vor allem im rechenintensiven CAD/CAM-Bereich. Die Geschichte weiß, daß sich diese Technologie gegenüber den INTEL-Entwicklungen nicht durchsetzen konnte.

Parallel zu der bisher beschriebenen Entwicklung, die zum PENTIUM-PC führte, hat man die mittlere Datentechnik und Großcomputer-Entwicklungen ständig weitergetrieben. Auch wenn der PC immer mehr in deren Terrain einbricht, waren für Simulationen, filmreife Animationen und große Datenbank-Anwendungen bei Banken oder Versicherungen diese Boliden lange Zeit notwendig (siehe auch Rechengeschwindigkeit).

Der Computer-Boom der 90er Jahre kannte keine Grenzen: Erstmals wurde die Informationstechnik und Telekommunikation 1999 in Deutschland mit mehr als 200 Milliarden DM Umsatz den Automobilmarkt überholen. Allein 1998 wurden nach Schätzungen knapp 5,6 Millionen neue PC verkauft.

Gebremst wurde diese Entwicklung nur vom Mangel an Personal. Während andere Branchen ihre Beschäftigten vor die Tür setzen mußten, suchte die Informationstechnologie händeringend nach Fachleuten. Schätzungen zufolge waren in Europa etwa 370.000 Stellen offen. Die Fachleute fehlten am Ende des Jahrtausends vor allem zur Lösung des gefürchteten Jahr-2000-Problems (Y2K).

Der Chip steckt inzwischen längst nicht mehr nur in den Computern: Auch Waschmaschinen, Autos, Fernseher werden vom Chip gesteuert. Ohne Mikroprozessoren gäbe es keine Mobiltelefone, Airbags oder Mikrowellengeräte.

Einen weiteren Schub erfuhr die Computerindustrie zudem Ende der 90er Jahre, als das Computernetzwerk Internet durch grafische Benutzerprogramme ("Browser") für ein Massenpublikum interessant wurde. Was einst für militärische und wissenschaftliche Zwecke entworfen wurde, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum weltweiten Kommunikationsnetz für Millionen Nutzer. In der virtuellen Welt treffen sie sich zum Plaudern mit anderen "Usern", erledigen Einkäufe oder Bankgeschäfte vom Sofa aus oder schreiben E-Mails an Freunde in aller Welt.

Wie sehr die Technik inzwischen in den Alltag eingegriffen hat, fällt aber meist erst auf, wenn sie plötzlich nicht mehr funktioniert. Ein Autofahrer fiel im Dezember 1998 mit seinem Glauben an die Technik ins Wasser: Sein automatisches Navigationssystem im Wagen hatte einen Fluß in dem Ort Caputh in Ostdeutschland nicht erkannt und ihn direkt in den Fluß Havel geleitet.
 
Tach auch!

@Stargate - hast Du irgendwie zuviel Zeit?

hang lost
 

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